Physiologische Begleitung der Plazentageburt (Lena Terlouw)
Abwarten lohnt sich - die Plazentageburt physiologisch begleiten
Die interventionsfreie Plazentageburt birgt große Potentiale für die Gesundheit von Mutter und Kind. Dennoch wird weltweit das aktive Plazentamanagement propagiert, nach der Geburt die Nabelschnur zügig durchtrennt und nicht unbedingt abgewartet, bis das Neugeborene die Adaptation, das Ankommen in seiner neuen Welt mit dem Finden der Brust vollzogen hat. Vielfach werden auch im gesunden Verlauf der Nachgeburtsperiode Uterotonika prophylaktisch eingesetzt.
Ist dieses Vorgehen in der physiologischen Geburt notwendig? Was können wir von der Natur im Umgang mit der Plazenta lernen? Was sind die Potentiale der ungestörten, interventionsfreien Plazentageburt? Wie kann die Frau ihre Plazenta nach Geburt ihres Kindes in Ruhe gebären und damit ihre Geburt sicher vollenden? Wie kann die moderne Geburtshilfe eine gesunde Balance finden zwischen der Nutzung naturgegebener Sicherungsmechanismen, der Ausschöpfung aller Potentiale der Plazenta-Phase und der Prophylaxe unnötigen Blutverlustes?
In diesem Seminar beleuchten wir die Potentiale der interventionsfreien Plazentageburt, physiologische und endokrinologische Hintergründe der Plazentarphase, ebenso wie adäquate Risikoselektion und Aufklärung im Vorfeld. Vermittelt wird die praktische Begleitung der dritten Geburtsphase ohne Eingreifen mitten aus der geburtshilflichen Praxis.
Dieses Vorgehen kann laut Expert:innen als gesundheitsfördernde Maßnahme bezüglich Bonding, Stillförderung, Steigerung des Selbstwirksamkeitsgefühles und Blutungs-Prophylaxe angesehen werden.
Status: Plätze frei
Kursnr.: 26-4029
Beginn: Fr., 04.09.2026, 09:00 Uhr
Dauer: 4 Unterrichtsstunden
Notfallstunden: 0
Zielgruppe: Hebammen in der Geburtshilfe
Kursort: Online-Kurs
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Datum:
04.09.2026
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Uhrzeit:
09:00 - 12:15 Uhr
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Wo:
Online-Kurs
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